„Das fühlt sich total komisch an, mich selbst zu loben.“
Diesen Satz höre ich oft. Und ich verstehe ihn gut.
Viele Frauen, die viel Verantwortung tragen – im Job, in der Familie oder für pflegebedürftige Angehörige – sind darauf konditioniert, alles andere als sich selbst in den Blick zu nehmen. Wir fokussieren auf Fehler, auf Pflichten, auf das, was noch fehlt – statt auf das, was wir leisten.
Selbstfürsorge beginnt damit, sich selbst anzuerkennen.
Und genau hier setzt die Übung „Lobe dich über den grünen Klee“ an.
Wenn du erschöpft bist, ist deine innere Stimme selten freundlich. Sie bewertet, vergleicht, kritisiert.
Selbstlob hilft dabei, deine innere Stimme bewusst zu verändern – hin zu mehr Selbstwert und Wohlbefinden.
Durch regelmäßiges Selbstlob trainierst du:
Selbstwertgefühl: Du lernst, dich selbst anzuerkennen und auf deine Stärken zu schauen.
Stressreduktion: Anerkennung mindert innere Anspannung und steigert dein Wohlbefinden.
Positive innere Stimme: Selbstkritik wird nach und nach durch eine wohlwollende Haltung ersetzt.
Achtsamkeit im Alltag: Du nimmst kleine Erfolge und Leistungen bewusster wahr.
So geht’s:
Ziel setzen: Lobe dich jeden Tag 30 Mal – laut oder innerlich.
Sei kreativ und humorvoll: Kleine Alltagsmomente zählen genauso wie große Erfolge.
Beispiele für Selbstlob:
„Wow, ich bin heute aufgestanden – toll gemacht!“
„Ich habe mir heute eine Pause gegönnt – großartig!“
„Ich habe dieses schwierige Gespräch geführt – super erledigt!“
Wichtig: Übertreib ruhig ein bisschen. Je spielerischer, desto leichter fällt es dir, dranzubleiben.
Selbstlob setzt ein Glückshormon frei: Dopamin.
Dieses kleine chemische Signal sorgt dafür, dass du dich gut fühlst – und dass dein Gehirn beginnt, den Fokus auf Erfolge statt auf Fehler zu legen.
Mit der Zeit wird Selbstlob zur Gewohnheit. Du entwickelst:
Mehr Selbstwirksamkeit: Du spürst, dass du etwas bewegen kannst.
Leichteres Annehmen von Lob: Wer sich selbst anerkennt, kann auch Lob von anderen besser annehmen.
Wertschätzung für Alltägliches: Dinge, die wir sonst für selbstverständlich halten, werden wieder bewusst wahrgenommen.
Es ist normal, dass Selbstlob am Anfang ungewohnt, albern oder sogar peinlich wirkt.
Unsere Gesellschaft konditioniert uns, bescheiden zu sein und Leistungen zu relativieren.
Mein Tipp: mach es spielerisch und leicht. Kleine Schritte, viel Humor – das macht die Übung nachhaltig und angenehm.
Wenn du regelmäßig Selbstlob praktizierst, bemerkst du:
Eine freundlichere innere Stimme – Selbstkritik wird sanfter.
Mehr Gelassenheit im Alltag – du bist weniger gestresst und reagierst entspannter auf Herausforderungen.
Ein gestärktes Selbstwertgefühl – du erkennst deine eigenen Fähigkeiten an.
Mehr Achtsamkeit – kleine Erfolge werden sichtbar, die sonst untergehen würden.
Selbstlob ist kein egoistischer Akt – es ist Selbstfürsorge und innere Stärkung. Gerade Frauen in belastenden Lebensphasen profitieren enorm davon.
Die Übung „Lobe dich über den grünen Klee“ fordert dich heraus, deine Komfortzone zu verlassen – auf die spielerische, leichtfüßige Art.
Starte heute: Lobe dich mindestens einmal bewusst – und spüre, wie ein kleiner Moment der Anerkennung dein Wohlbefinden steigert.
Probiere es aus. Deine innere Stimme wird es dir danken.